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In diesem vom Panzerstabsbataillon 3 der 3. PzGrenBrig organisierten Schulprojekt erlebten die Rekrut/innen zwei typische Ausbildungstage beim österreichischen Bundesheer mit einem abwechslungsreichen Programm.
Als Zivilist mit dem Bus von der Kaserne Mautern nach Weitra gebracht, spürte man förmlich die Ruhe vor dem Sturm. Es war heiß und die Sonne brannte auf den Kasernenhof. Soldaten schritten in leichter Uniform an den Schüler/innen vorbei. Die Disziplin imponiert und verunsichert zugleich in Erwartung dessen, was auf die jungen Rekrut/innen zukommen würde.

Nachdem die Mannschaftsquartiere, getrennt in Männer und Frauen, bezogen waren, wurde die militärische Ausrüstung samt Sturmgewehr 77 ausgefasst. Nach dem Umziehen herrschte strenge militärische Ordnung – Antreten – erste Befehlsausgabe durch den „Dienstführenden“ Vzlt Rabl. Nach einer kurzen Belehrung konnten die Projektteilnehmer/innen beim Mittagessen Kraft für den bevorstehenden 12-Kilometer-Marsch tanken. Hierbei mussten drei Stationen gemeistert werden: Abseilen von einer 30 m hohen Brücke, Waffen- und Schießdienst sowie Geländekunde und Orientierung mit der Militärkarte. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Grillabend in der Blockheide bei Gmünd, wo man die Anstrengungen des Tages rasch vergaß. Nach dem Rücktransport auf drei offenen Pinzgauern kehrte pünktlich um 23 Uhr in den Quartieren der Kaserne Weitra die Nachtruhe ein.
Um exakt 6 Uhr Früh wurde die Ruhe durch ein lautes „Tagwache“ beendet. Der Tag wurde mit militärischen Liegestützen und Körperpflege begonnen. Danach Antreten, Frühstück, Zimmerreinigung und Standeskontrolle mit Befehlsausgabe durch den Kompaniekommandanten Olt Stiedl. Am Vormittag durchliefen die jungen Rekrut/innen drei verschiedene Stationen. Beim Exerzieren wurde das korrekte Verhalten während der Standeskontrolle geübt. Bei der Waffenstation wurde das StG 77 auseinander genommen, gereinigt und wieder zusammengesetzt. Und beim Panzerfahren konnten die jungen Soldat/innen einen Eindruck davon gewinnen, dass die Fahrt in einem Schützenpanzer Saurer recht unbequem sein kann – dafür fühlt man sich hinter starker Panzerung in dem 14 t schweren Gefährt, angetrieben von 250 PS, doch recht sicher.
Den Abschluss des verkürzten Wehrdienstes bildeten ein Nahkampftraining sowie eine Zielwurfübung von Handgranaten. Nach Abgabe der militärischen Ausrüstung und einem gemeinsamen Mittagessen erfolgte die Rückverlegung in die Kaserne Mautern wo Bataillonskommandant Ostlt Tippelt und Mjr Waroschitz die Schüler/innen zurück in ihr ziviles Leben verabschiedeten. |