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Am vergangenen Dienstag, dem 31. Jänner 2012, hatten die SchülerInnen der 3ck die Möglichkeit, das Unterrichtsfach Rechnungswesen, genauer gesagt den Bereich Kostenrechnung, praxisnah zu erleben. Bei eisigen minus 7 Grad machte sich die motivierte Klasse auf den Weg nach Zöbing zur Tischlerei “Dr. Gerhard Maly KG“. Dieses holzverarbeitende Unternehmen wird bereits in der 3. Generation geführt und zählt führende Möbelhersteller zu seinen Kunden.
In der Tischlerei wurden die SchülerInnen schon von Dr. Gerhard Maly erwartet, der gleich mit einer Führung durch das Unternehmen begann. Das Besondere an der Besichtigung war, dass parallel zu den einzelnen Bereichen und Funktionen der Maschinen immer wieder der Zusammenhang zur Kostenrechnung erläutert wurde. Unter anderem wurde den jungen HandelsakademikerInnen auch die „CNC-Fertigung“ vorgestellt, die auf Grund der hohen Kosten eine eigene Kostenstelle darstellt. Überraschend war für viele, dass die Tischlerei wesentlich mehr Kostenstellen hat, als oft durch die Beispiele in Lehrbüchern vermittelt wird. Am Ende der Führung wurde auch das Zeiterfassungssystem für Mitarbeiter vorgestellt, vereinfacht gesagt die modernen „Stempelkarten“. Die Tischlerei Maly verfügt auch hier über ein übersichtliches und nachvollziehbares elektronisches System, das eine wichtige Basis für die Kalkulation der Produkte darstellt. Nach der Führung erwartete die SchülerInnen ein kleines Buffet und eine Zusammenfassung bzw. Erläuterung zum Rundgang. Die Prinzipien der Kostenrechnung wurden noch etwas detaillierter beschrieben und mit Hilfe von Grafiken und unternehmensspezifischen Unterlagen vertieft. Alles in allem konnte vieles an neu gewonnenem Wissen mit nach Hause genommen werden. Den Lehrausgang empfanden alle sehr interessant, weil dadurch auch manche theoretischen Zusammenhänge klarer wurden. Außerdem empfanden wir Herrn Dr. Gerhard Maly, der uns mit wirklich viel Engagement in die Welt der holzverarbeitenden Kostenrechnung entführt hat, als eine gelungene Abwechslung zum regulären Unterricht. Während der Rückfahrt, im Zug nach Krems, konnte man noch so manchen „rauchenden Kopf“ entdecken, was aber vielleicht auch mit dem Temperaturunterschied zu tun hatte.
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