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Dialog im Dunkeln ist eine Ausstellung, bei der es nichts zu sehen aber sehr viel zu erfahren gibt. In Gruppen von maximal acht Personen wurden wir von blinden oder sehbehinderten Guides durch völlig abgedunkelte Räume begleitet. In diesen sind Alltagssituationen nachgestellt. Ausgestattet mit einem Blindenstock machten wir Spaziergänge über Brücken (eine schwankte sogar), wanderten auf Pfaden mit unterschiedlicher Beschaffenheit, überquerten Straßen, ertasteten Gegenstände, fuhren mit einem Boot und vieles mehr. Zum Abschluss kehrten wir noch in der Unsicht-Bar ein. Hier wurden uns Getränke serviert, die wir in immer noch absoluter Dunkelheit auch selber einschenken mussten.
In dieser kurzen Zeit in völliger Dunkelheit haben wir gelernt, uns nicht auf die visuellen Sinne zu verlassen und uns auf neue Weise zu orientieren. Während des einzigartigen Erlebnisses in der Lichtlosigkeit haben wir die Wichtigkeit der Kommunikation und der Solidarität erfahren und wahrscheinlich auch mehr Verständnis für all jene entwickelt, die unsere Welt durch andere Augen sehen.

Einige unserer Eindrücke:
Jetzt wissen wir erst zu schätzen, dass wir sehen können. (Corinna Müllner, Doris Schoissengeyer)
Es war erschreckend, wie man sich fühlt, wenn man sich nicht auf einen der wichtigsten Sinne des Menschen verlassen kann. (Viktor Hofer)
Ich fand es toll, sich einmal in die Lage eines Blinden zu versetzen. Außerdem war es interessant, mit unserer Führerin zu reden, wie sie mit dieser Behinderung umgeht. (Liesa Füxl)
Nach diesem Erlebnis lernt man die Fähigkeit zu sehen, erst richtig zu schätzen. (Sarah Wohlgemuth)
Ich fand den Tag sehr interessant. Nach dieser Erfahrung habe ich noch mehr Respekt vor Blinden und ich finde es toll, wie sie ihr Leben meistern. (Daniela Weber)
http://www.dialog-im-dunkeln.at
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